Schimmelpilz

Was ist das?

„Pilze“ sind ein Sammelbegriff für Lebewesen, die typische Pilzfäden und Sporen ausbilden können. Pilze sind überall (ubiquitär). Wir sind von Pilzen umgeben und bemerken es nicht. Viele von Ihnen sind mikroskopisch klein. Pilze haben kein Blattgrün (Chlorophyll), können also nicht wie grüne Pflanzen mit Hilfe von Wasser und CO2 Energie gewinnen. Pilze sind somit eine eigene Gattung, also weder Tier noch Pflanze. Sie machen auf der Erde zwischen 5 und 10% der Biomasse aus. Der Begriff Schimmelpilz stammt aus der mikrobiologischen Praxis. Es gibt keine systematisch abgegrenzte Pilzgruppe, aber insgesamt ca. 250 000 Spezies, wovon ca. 100 000 biologisch erfasst sind. Etwa 200 unterschiedliche Schimmelarten wurden in Gebäuden festgestellt.

Wo ist er zuhause?

  • Auf Oberflächen wie Wänden, Böden, Decken, Fenster
  • In Hohlräumen wie Ständerwände, Zwischendecken
  • In Zwischenräumen wie hinter Sockelleisten, unter dem Parkett, unter der Tapete
  • In Baustoffen wie Dämmmaterial, Tapeten, Putz, Mauersteinen

Gefahren von Schimmelpilz in Gebäuden:

Schimmelpilz ist nicht gleich Schimmelpilz. Nicht von allen Schimmelpilzen geht die gleiche Gefahr aus.

  • Sichtbarer Schimmelpilz in der Wohnung sieht nicht gut aus
  • Pilze wie der Hausschwamm zerstören die Bausubstanz
  • Manche Pilze sondern Gifte ab
  • Manche Pilze verursachen üble Gerüche

Wenn die Grundlagen wie Nährstoffe und Klima stimmen treten zu jeder Jahreszeit auf. Vor allem in der kalten Jahreszeit ist Schimmelbildung in vielen Haushalten ein bekanntes Thema. Schimmel kommt sogar dann vor, wenn auf Grund des Wohnverhaltens gar kein Schimmel entstehen dürfte. Hier sind häufig bauphysikalische Mängel oder Wasserschäden die Ursache für Schimmelpilzwachstum.

Mangelnde Sachkenntnis

Mangelnde Sachkenntnis hat leider oft zur Folge, dass nur optische Sanierungen ohne fundiertes Fachwissen und mit ungeeigneten Produkten durchgeführt werden, deren Erfolg nicht von langer Dauer ist.

Mögliche Gesundheitsrisiken durch Schimmelpilz:

  • Allergische Reaktionen: Bindehaut-, Hals- und Nasenreizungen, Husten, Kopfschmerzen, Hautausschläge
  • Müdigkeit, Übelkeit, Gedächtnisstörungen, Gliederschmerzen, Infektanfälligkeit durch giftige Mykotoxine
  • Steigerung des Krebsrisikos durch giftige Aflatoxine
  • Entstehung von Mykosen durch Pilzbesiedelung von menschlichem Gewebe
  • Schwächungen des Immunsystems
  • Erhöhtes Infektionsrisiko bei Menschen mit Immunschwächen